Die Landesgartenschau Eutin schließt die Tore mit rund 500.000 Besuchen

Nach 159 intensiven und erlebnisreichen Tagen schließt Schleswig-Holsteins größtes Gartenfest mit rund 500.000 Besuchen die Tore, nimmt Abschied und sagt Danke! Viele Menschen haben fünf Monate lang dazu beigetragen, dass Eutin eine besondere Landesgartenschau mit hoher Qualität gezeigt hat und daraus einen enormen Imagegewinn erzielen konnte.


Dazu die beiden LGS-Geschäftsführer Martin Klehs und Bernd Rubelt: „Im Namen der Landesgartenschau Eutin 2016 bedanken wir uns herzlich bei unserem Schirmherrn, den Ministerpräsidenten Torsten Albig, dem Landrat des Kreises Ostholstein Reinhard Sager, unserem Bürgervorsteher Dieter Holst, beim Eutiner Bürgermeister Carsten Behnk sowie seinem Vorgänger Klaus-Dieter Schulz, der diese Gartenschau mit auf den Weg gebracht hat, Dank auch an die politischen Gremien.

 

Für ihre Unterstützung gilt unser Dank darüber hinaus natürlich unseren Hauptsponsoren: der Sparkassen-Finanzgruppe und der Stadtwerke Eutin GmbH.

 

Unserem exklusiven elektronischen Medienpartner NDR 1 Welle Nord und Schleswig-Holstein Magazin sowie den drei Printmedienpartnern Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Lübecker Nachrichten und Kieler Nachrichten danken wir sehr, dass sie uns in Wort, Ton und Bild umfassend begleitet haben.

 

Unser großer Dank gilt auch unseren stark engagierten Ehrenamtlern, ohne die eine reibungslose Durchführung der Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre und über deren auch zukünftiges Engagement wir uns sehr freuen würden.

 

Danken möchte wir auch dem Aufsichtsrat der LGS sowie den MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung Eutin für eine konstruktive und kooperative Zusammenarbeit.

 

Die Grünverbände aus Schleswig-Holstein und der Kirchenkreis Ostholstein waren uns engagierte und fachkundige Partner, vielen Dank dafür.

 

Dank an die Marketingfirmen Runze & Casper sowie Schaffhausen Communication für die kreative und strategische Begleitung sowie Dank an unsere Dienstleister KomParking, MEBO, Polster Castering, Messe- und Ausstellungsgesellschaft Lübeck, Max 2001 sowie Sound & Light Wismar.

 

Vielen Dank auch an die Anlieger der Landesgartenschau für ihr Verständnis angesichts der entstandenen Einschränkungen.

 

Abschließend gilt unser besonderer Dank unseren MitarbeiterInnen in der LGS-Geschäftsstelle – innerhalb kürzester Zeit, unter hohem Anspruch und starker Arbeitsbelastung hat ein kleines Team das Projekt „Landesgartenschau“ umgesetzt. Ohne ihr Fachwissen, das persönliche Engagement und die Ausdauer eines jeden Einzelnen wäre dies nicht möglich gewesen.

 

 

 

Besucherzufriedenheit

Die hohe Qualität der Gartenschau spiegelt sich nicht nur in der Zufriedenheit   LGS-BesucherInnen wider, sondern auch in der Begeisterung der Eutiner BürgerInnen, deren anfängliche Skepsis schnell gewichen ist.

 

Martin Klehs, Geschäftsführer der LGS Eutin 2016, unterstricht den resultierenden Imagegewinn Eutins weit über die Region hinaus und den damit verbundenen Impuls für den Tourismus und die Wirtschaft: „Die Gartenschau hat es Eutin ermöglicht, sich als einen besonderen Ort zu präsentieren. Eutin als Kulturstandort mit seiner sanierten historischen Innenstadt, den Parks und Gärten, dem Ostholsteinmuseum, Festspielen und Schloss hat gezeigt, dass unsere Stadt immer einen Ausflug wert ist – auch in der Zukunft.“

 

Eine Besucherbefragung auf der Gartenschau hat ergeben, dass 93 Prozent der Befragten die LGS als gut bis sehr gut bewerteten und 91 Prozent sie weiterempfehlen würden. Zu den „Highlights“ auf dem Gelände zählten für die Besucher die Stadtbucht, die Hausgärten, die Spielmöglichkeiten für Kinder sowie der revitalisierte Küchengarten. 80 Prozent der Besucher kamen aus Schleswig-Holstein, 20 Prozent aus anderen Bundesländern. Mehr als die Hälfte der befragten BesucherInnen gab außerdem an, Eutin in den Folgejahren wieder besuchen zu wollen. Auf der Wunschliste standen dabei die Altstadt, die Landschaft und das Schloss.

 

Sehr positiv wurden auch die Veranstaltungen auf der Landesgartenschau wahrgenommen. Rund 2000 Konzerte, Lesungen, Sportkurse, Ausstellungen und Messen haben in den vergangenen 159 Tagen stattgefunden. Ein besonderer Anziehungspunkt war der Garten am frischen Wasser des Kirchenkreises Ostholstein als Zentrum des kirchlichen Engagements auf der LGS mit seinem spirituellen Stationenweg und den Holzplateaus rund um die großen Federbuchen.

 

„Wir haben das Ziel erreicht, unseren Gästen eine qualitativ hochwertige Gartenschau zu präsentieren, die in der Durchführung hervorragend funktioniert und zu einer hohen Zufriedenheit geführt hat“, betont Martin Klehs noch einmal, „Zusammen mit der guten Willkommenskultur hat sich Eutin fünf Monate lang von seiner besten Seite gezeigt.“

 

 

Nachhaltigkeit

 

Landesgartenschauen bieten Städten die Chance, sich für die Zukunft neu aufzustellen:

„Mit viel Engagement und Dynamik hat Eutin in kurzer Zeit einen großen Entwicklungsschritt vollzogen. Diese großartige bauliche Weiterentwicklung mit Investitionen von mehr als 20 Mio. € in öffentliche Infrastruktur bei einem Einsatz von etwa 7,5 Mio. € Eigenmittel wurde erst durch die Landesgartenschau als Turbo ermöglicht“, betont Bernd Rubelt, Geschäftsführer der LGS Eutin 2016 und Fachbereichsleiter Bauen Stadt Eutin, „Die Begeisterung und positive Aufbruchsstimmung gilt es jetzt aufzugreifen und in den nächsten Abschnitt der Stadtentwicklung mitzunehmen.“

 

„Die Landesgartenschau hat den Standort Eutin enorm vorangebracht. 90 Prozent der frisch sanierten und neu geschaffenen baulichen Anlagen rund um den Großen Eutiner See bleiben. Das Projekt ist nachhaltig. Wir werden als Standort auch in den Folgejahren von dieser Großveranstaltung und dem damit verbundenen Imagegewinn profitieren. Der Turbo für die Stadtentwicklung ist gezündet. Jetzt gilt es, an dieser Stelle weiter zu machen und den Standort weiter in Richtung Zukunft zu entwickeln“, unterstreicht Carsten Behnk, Bürgermeister der Stadt Eutin und Aufsichtsratsvorsitzender der LGS Eutin 2016.

 

 

Die Landesgartenschau in Eutin sowie die zu diesem Anlass umgesetzten Abschnitte der Stadtsanierung wurden immer mit Blick auf die Nachhaltigkeit geplant – und 90 Prozent beiben:

 

 

Seepark

Der Seepark wurde als aktive Freizeitlandschaft weiterentwickelt und erhöht damit die Attraktivität Eutins als Wohnstandort und touristisches Ziel für Familien: neue Spiel- und Sportbereiche lagern sich an die Wegeachsen des Parks an. Diese wurden in einem Workshop mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet, besitzen einen thematischen Bezug zum Ort, stellen Herausforderungen an unterschiedliche Altersgruppen und lassen Raum für kreatives Spiel.

Ein Waldgartenband mit Boule-, Fitnessgeräten, Tischtennis und Picknickplätzen kann generationsübergreifend genutzt werden. Im nordöstlichen Parkbereich sind Spielobjekte zu den Themen „See“ und „Wald“ entstanden: Netztunnel spannen sich wie Reusen über modellierte Kunststoffflächen, daneben sind Taue mit Fendern gespannt die zum Kriechen, Hangeln und Klettern animieren. Bewegliche und unbewegliche Stangen bilden einen Wackelwald, dazu sind hängende Baumhäuser mit einer Netzbrücke angeordnet. Gleichgewicht und Geschicklichkeit können hier erprobt werden während unter Bäumen gespannte Netzliegen zum Ausruhen einladen. Das Spielangebot wird durch ein abstraktes Schiffsobjekt als ein Kleinkinderspielplatz und eine Schaukel sowie durch ein Beach-Volleyball- und Streetballfeld ergänzt.

Das neue Wege- und Sichtachsenkonzept ermöglicht eine hohe Aufenthaltsqualität am Wasser: Holzdecks mit Sitzelementen zum Verweilen laufen als Verlängerung der Wegeachsen direkt an den See mit Blick auf das Schloss oder die historische Freibadeanstalt.

 

 

Stadtbucht

Die Stadtbucht am Großen Eutiner See ist sozusagen die „gute Stube der Stadt“ – gleichermaßen beliebt bei Einheimischen und Touristen. Die in die Jahre gekommene Promenade wurde modernisiert und neu interpretiert: Ein weitläufiges Holzdeck lädt zum Flanieren und Verweilen direkt am See ein. Das Deck fasst die Stadtbucht und erweitert die Promenade auf das Wasser hinaus während der Wassergarten mit Seerosen einen gärtnerischen Akzent setzt. Die Promenade aus hell anthrazitfarbenem Natursteinpflaster verzahnt optisch Stadt und See. Großformatige Gehplatten und Basaltpflaster führen durch die Bucht bis zum Übergang in den Seepark. Die Wasserstraße und der Rosengarten, dessen Hauptweg erneuert wurde, verbinden die Promenade direkt mit der Stadt. Amberbäume sorgen für eine Gliederung – zwischen den Bäumen, die für ihre bunte Herbstfärbung bekannt sind, bieten moderne Sitzbänke Erholungsmöglichkeiten. Die Stadtbucht wird mit schlichten, eleganten Lichtsäulen stimmungsvoll ausgeleuchtet, eine neue großzügige Treppe führt zum Schloss und zum Marstall. Die Stufen sind mit Kontraststreifen gestaltet, um auch sehbehinderten Menschen die Nutzung zur ermöglichen. Darüber hinaus steht eine barrierefreie Rampe zur Verfügung.

 

 

Schlossgarten

Der Eutiner Schlossgarten ist eines der bedeutendsten Gartendenkmäler in Schleswig-Holstein. Auf einer Fläche von 14 Hektar können die Besucher auf unterschiedlichen Wegen teilweise direkt am Großen Eutiner See spazieren gehen. Die Anfänge der Gartenanlage gehen auf das 14. Jahrhundert zurück. Im 18. Jahrhundert entstand hier dem Zeitgeist entsprechend ein prächtiger Barockgarten, der später zu einem Englischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde. In dieser Form ist der denkmalgeschützte Herzogliche Garten bis heute fast unverändert erhalten geblieben und steht seit fast 200 Jahren auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Im Rahmen eines EU-Förderprojektes durch die Stiftung Schloss Eutin mit finanzieller Unterstützung der Stadt Eutin wurden im Schlossgarten in 2016 alte Wege und historische Brücken sowie Wasserläufe, -fälle und -wehre revitalisiert. Alle Sanierungsarbeiten folgten dem historischen Vorbild in Abstimmung mit der Denkmalpflege und dem Naturschutz.

Der Küchengarten mit einer Fläche von 1,8 Hektar liegt im Herzen des Schlossgartens und ist das Gartendenkmal im Gartendenkmal. Auch der Küchengarten wurde vollständig nach historischem Vorbild revitalisiert, kultiviert und bewirtschaftet.

 

 

Historisches Bauhofareal

Das Gebäude-Ensemble aus Opernscheune, Torhäusern, Vogthaus und Kultur-Jugendherberge im historischen Bauhofareal soll sich langfristig als Bildungs- und Kulturstandort etablieren.

 

Die Opernscheune mit Seebühne als Heimat der Eutiner Festspiele war bereits kultureller Anziehungspunkt. Gegenüber soll das touristische Angebot zukünftig durch eine Kultur-Jugendherberge erweitert werden.

Der alte Baumbestand blieb erhalten; zusätzlich wurden Rosenbeete, Hecken und eine Wiesenfläche angelegt. Der historische Bauhof sowie ein neuer Parkplatz werden künftig über die neue Zufahrt von der Oldenburger Landstraße aus angefahren.

Den Torhäusern auf dem historischen Bauhofareal kommt eine ganz besondere Bedeutung zu: Sie wurden im Integrierten Altstadtkonzept als Ort mit einem besonderen Entwicklungspotenzial eingestuft. Die eingetragenen Kulturdenkmale aus dem Jahre 1837 wiesen gravierende Schäden auf. Beide Gebäude wurden im Laufe des Jahres 2015 denkmalgerecht saniert und sollen langfristig als Veranstaltungsräume genutzt werden.

Ein neuer Spazierweg führt durch den Wiesenbereich vom historischen Bauhofareal zum Süduferpark. Durch die Wiese zieht sich der Lindenbruchgraben, neu angelegte Blühstreifen bieten Lebensraum für Schmetterlinge und Bienen.

 

 

Süduferpark

Der 6,6 Hektar große Süduferpark umfasst das Gelände östlich des historischen Bauhofs bis zur Oldenburger Landstraße im Süden und zum Großen Eutiner See im Norden. Als ein neuer Erholungsbereich für alle EutinerInnen führen in diesem Areal Wege direkt zum See und auch am ehemaligen Forsthof entlang. In diesem Bereich entstehen nach der Gartenschau neue Baugebiete. Offene Wiesenbereiche und alte üppige Baumbestände bilden großzügige, grüne Freiräume zwischen den bebauten Flächen. Am Forsthof findet man zudem Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Spielplätze mit Klettergerüsten und Schaukeln. Im Bereich Oldenburger Landstraße/Jungfernort wird ein Wohnmobilstellplatz mit 24 Stellplätze eingerichtet – mit Blick auf den See. Rampen und Treppen führen am Südufer direkt zum Großen Eutiner See. Dabei entsteht auch ein „Uferplatz“ mit Sitzmöglichkeiten, der einen Ausblick auf den See rund fünf Meter oberhalb des Wasserspiegels ermöglicht. Wanderer, Radfahrer und Wohnmobilsten werden von diesem neu erschlossenen, naturnahen Gelände profitieren.

 

Auskunft erteilt:

Kerstin Merx
Pressesprecherin
Tel. 04521 76489-73
k.merx@eutin-2016.de